Die Menschen hinter den Workshops
15 Trainer:innen, 15 Handschriften.
Jede:r bringt einen eigenen Zugang zur Gewaltfreien Kommunikation mit. Klick auf ein Porträt für die ausführliche Kurzbiografie.
Unsere Trainer:innen
Workshop mit Vivet Alevi
Dialogkultur leben mit GFK
Der Zweck des Dialogkreises
Wenn in der Gruppe unterschiedliche Perspektiven und/oder intensive Emotionen und Themen diskutiert werden, sind wir es gewohnt, uns durch Streit zu distanzieren, uns zu trennen oder zu beschwichtigen. Wenn wir uns im Dialogkreis begegnen, können wir unsere intensiven Emotionen und Gedanken ausdrücken, voneinander hören und gehört werden. Indem wir die dahinterliegenden Bedürfnisse wahrnehmen, erweitert sich unsere Sicht auf die Situation.
Workshop mit Markus Castro y Castro
Nein sagen und hören mit GFK
Der Kollege muss los und bittet dich, schnell noch seine Tabelle fertig zu machen. Du sagst Ja, obwohl ein Nein ehrlicher wäre, und ärgerst dich hinterher. Diesen Autopiloten kennen viele: einspringen, es allen recht machen, die Stimmung halten. Und irgendwann läuft man dabei leer.
In diesem Workshop schauen wir, warum ein Nein so oft schwer über die Lippen kommt und was Schuld, Scham und Ärger uns über unsere Bedürfnisse verraten. Wir üben, ein Nein so zu sagen, dass die Verbindung bleibt, denn jedes klare Nein entsteht aus einem Ja zu dir. Und wir üben die andere Seite: ein Nein zu hören, ohne es als Zurückweisung zu nehmen.
Workshop mit Sören Bendler
Was heißt eigentlich Gewaltfrei?
Gewaltfreiheit klingt selbstverständlich, und ist zugleich eine der größten Herausforderungen im Alltag. Denn sobald wir uns angegriffen, übergangen oder verletzt fühlen, übernehmen oft unbewusst alte Schutz- und Verteidigungsmuster. Wir greifen an, ziehen uns zurück, rechtfertigen uns oder verurteilen, andere oder uns selbst.
In diesem Workshop gehen wir der Frage nach, was Gewalt eigentlich ist und was Gewaltfreiheit jenseits moralischer Ansprüche bedeuten kann.
Der Workshop verbindet Impulse, Raum für Austausch, Selbsterfahrung und praktische Übungen.
Workshop mit Simone Neumann
90 Min. Mediation kurz und knackig
Manchmal braucht ein Konflikt Unterstützung von außen.
Mediation kann solch eine Form der Unterstützung sein.
Häufig wird Mediation mit dem Ziel einer Lösung verknüpft.
Mediation nach Marshall Rosenberg misst der Lösung weniger Bedeutung bei; stattdessen liegt hier der Fokus auf der Qualität der Verbindung zwischen den Konfliktparteien.
Statt Sachthemen und Positionen weiter auszudiskutieren, richtet die Mediation den Blick auf die dahinterliegenden Bedürfnisse. So entsteht ein Fundament für Verständigung, das auch künftige Auseinandersetzungen tragen kann.
In diesem Schnupper-Workshop gibt es sowohl Input fürs Hirn als auch eine interaktive Kostprobe für Herz, Bauch und Nervensystem.
Workshop mit Bianca Lenz
GFK mit Kindern
In diesem Workshop geht es um Gewaltfreie Kommunikation gegenüber Kindern: Grenzen setzen, Kommunikation auf Augenhöhe, Wertschätzung in der Familie. Kinder sind der Samen unserer Gesellschaft. Was wir ihnen als Erwachsene ins Fundament legen, bereichert sie selbst, die Familie und darüber hinaus.
Die Kindheit ist eine enorm wichtige Phase, die uns für den Rest unseres Lebens prägt. Lasst sie uns gemeinsam aktiv gestalten.
Workshop mit Helge Gigi Bechert
Vom Murmeln zum Summen, Tönen, Sprechen und Rufen
In diesem Workshop nutzen wir die Stimme als Erfahrungsraum für die Gewaltfreie Kommunikation. Durch Atem-, Resonanz- und Stimmübungen erforschen wir, wie Gefühle, Bedürfnisse und innere Haltungen wahrnehmbar werden und unseren Ausdruck prägen. Gemeinsame Reflexion und Austausch begleiten den Prozess und unterstützen dabei, Erlebtes bewusst wahrzunehmen und zu integrieren. Die Stimme wird dabei zum Zugang zu mehr Selbstkontakt, Präsenz und Verbindung.
Workshop mit Nayoma de Haen
Spürbare Selbstempathie
Wie geht eigentlich Selbstempathie? Vielen Menschen fällt Mitgefühl mit anderen deutlich leichter als Mitgefühl mit sich selbst. In der GFK lernen wir, unsere eigenen Beobachtungen, Gefühle und Bedürfnisse zu erkennen, aber häufig entstehen dabei nicht die innere Offenheit, aus der heraus ich den Anderen wirklich mit Wohlwollen wahrnehmen kann. Und dann kann sich die Magie der GFK nur schwer voll entfalten.
In diesem Workshop lernst du zwei innere Bewegungen kennen, die dich das Mitgefühl mit dir selbst mehr im Körper spüren lassen und die in vielen Fällen hilfreich sind, um in einen stabileren inneren Zustand zu kommen. Aus dieser entspannteren Verfassung können dann echtes Interesse am Gegenüber und Berührbarkeit entstehen.
Du kannst in diesem Workshop eigene Beispiele erforschen oder es dir einfach mal anschauen.
Workshop mit Ulrike Kerkmann
Ich kann mich doch mal lieb haben!
Wie schaue ich auf mich, gerade dann, wenn ich Rückmeldungen bekomme, die mich treffen? In diesem Workshop erforschen wir, was zwischen Selbstbild, innerem Kritiker und dem Feedback anderer passiert. Mit GFK schauen wir darauf, wie wir Rückmeldungen hören können, ohne uns kleinzumachen oder sofort in Verteidigung zu gehen. Selbstempathie hilft uns dabei, wieder mehr Wahlfreiheit zu gewinnen.
Der Workshop eignet sich für Menschen, die GFK gerade kennenlernen, ebenso wie für Menschen mit Erfahrung.
Workshop mit Judith Kohler
Sozialer Wandel beginnt bei dir
In diesem Workshop liegt der Fokus auf Marshalls Verständnis von sozialem Wandel. Und du bist eingeladen, in folgende Fragen einzutauchen: Was hat sozialer Wandel mit mir zu tun? Wo kann ich dazu beitragen, dass meine Sehnsucht nach einer empathischen, gewaltfreien Welt ein Stück mehr Wirklichkeit wird? Und was habe ich dazu schon zur Verfügung?
Der Workshop richtet sich an GFK-Fortgeschrittene, die ihre GFK-Fertigkeiten und GFK-Haltung nutzen möchten, um in ihrem Einflussbereich sozialen Wandel im Sinne von Marshall zu bewirken.
Workshop mit Sophia Kumpmann
GFK und (Entwicklungs)Trauma
Als Erwachsene sind wir für die Erfüllung unserer Bedürfnisse selbst verantwortlich, eine wichtige Kernaussage der Gewaltfreien Kommunikation - doch manchmal ist das verflixt schwer! Vor allem dann, wenn wir als Kinder diese Bedürfnisse nicht von anderen erwachsenen Menschen erfüllt bekommen haben - wir zu wenig bekommen haben, oder auch zu viel gegeben - und wir somit nicht in die Autonomie hineinwachsen konnten, diese Bedürfnisse später selbst erfüllen zu können. Dann rennen wir oft einer Sehnsucht hinterher, ohne auf einer tieferen Ebene die Erfahrung zu haben, wie es geht, belasten gegenwärtige Beziehungen damit und denken am Ende vielleicht noch, dass mit uns etwas nicht stimmt.
Im Workshop gibt es kurz und knackig theoretischen Input zu GFK und der Pesso-Methode, um das Muster hinter diesem Dilemma mehr zu verstehen und damit mehr Traumasensibilität in die Gewaltfreie Kommunikation zu integrieren. Weiterhin wird es für alle die wollen Körperübungen geben, um das Gehörte mehr zu spüren und zu „begreifen“.
Workshop mit Annika Magdorf
Der innere Vermittler
Einführung und Journaling (Reflexion) zum inneren Vermittler. Selbstempathischer Blick auf "Misserfolg"/"Scheitern"/"Fehler". Wir schauen uns den inneren Entscheider und den inneren Kritiker an - jetzt dürfen sie (endlich mal) ihre Bedürfnisse bekanntgeben 🙂
Workshop mit Hendrik Oheim
Warum Kritik bei Arschlöchern nicht funktioniert
Wir gehen der Frage nach, warum Kritik so häufig Widerstand statt Veränderung auslöst. Anhand eines überraschenden Einstiegs, gemeinsamer Reflexionen und praktischer Übungen entdecken wir, was Menschen wirklich dabei unterstützt, sich weiterzuentwickeln.
Die Teilnehmenden nehmen mit:
- Einen Perspektivwechsel vom Bewerten hin zu Verbindung und Wachstum,
- Eine Haltung für ehrliches Feedback, das Entwicklung ermöglicht,
- Konkrete Formulierungen und Erfahrungen aus praktischen Übungen.
Gemeinsam erforschen wir, was in Menschen passiert, wenn sie kritisiert werden und welche Bedingungen Entwicklung ermöglichen. Statt einer klassischen Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation erwartet dich eine interaktive Entdeckungsreise mit Experimenten, Reflexion und praktischen Übungen.
Ein Workshop für alle, die Menschen offen begegnen möchten und die neugierig sind, wie Veränderung durch Verbindung entstehen kann.
Workshop mit Gabriele Seils
Einladung zum Fühlen
In diesem Workshop geht es um das Erforschen und bewusste Erleben des 2. Schritts. Wie kommen wir vom Denken der Gefühle ins Fühlen selbst? Was ist erschöpfendes "Drama" und was heilsamer Schmerz? Ich biete den Teilnehmenden eine Reise an, den Unterschied bewusst wahrzunehmen, den Körper einzubeziehen, weich zu werden und berührbar. Und das Bedürfnis nach "Raum ... Empathie für Gefühle" tiefer kennenzulernen.
Workshop mit Al Weckert
Der Tanz auf dem Vulkan
Träumt nicht jeder, der mit Menschen zusammenarbeitet, von einem hilfreichen Werkzeug für eskalierende Gesprächssituationen? Ein Tool, das bei kaltem Schweigen, heißen Tränen und sogar bei gnadenlosen gegenseitigen Abwertungen zu einem guten Verständigungsprozess führt?
Aus Sicht der Gewaltfreien Kommunikation stellt „der Tanz auf dem Vulkan“ ein solches Werkzeug dar. Die schnelle Übersetzung starker Gefühle in dahinterliegende Bedürfnisse sorgt in den heiklen Phasen eines Konflikts für einen unerwarteten Stimmungswandel. Das Zauberwort heißt „Erste-Hilfe-Empathie“.
Der „Tanz auf dem Vulkan“ trainiert eine Gesprächstechnik, um starken Gefühlsausbrüchen sicher und angstfrei zu begegnen. Der Tanz auf dem Vulkan verhilft den Seminarteilnehmer*innen zu einem professionellen Umgang mit eskalierenden Gesprächssituationen. Mit dem „Tanz auf dem Vulkan“ helfen wir unseren Gesprächspartner*innen ihre innere Lähmung (den „Amygdala-Hijack“) zu überwinden, indem wir Gefühle und Bedürfnisse ansprechen. Durch Verständnis wird Vertrauen aufgebaut. Vertrauen führt zu Veränderungsbereitschaft.
Workshop mit Nadine Helm
Neuroplastizität nutzen und Schwerpunkt verlagern
Unser Gehirn verändert sich bis ins hohe Alter: Wir lernen und können neue neuronale Verbindungen ausbilden. In diesem Workshop werden wir in die lebendige Energie der Bedürfnisse eintauchen und sie auf körperlicher Ebene spüren lernen. Eine Arbeit, die ich seit 20 Jahren von und mit GFK-Trainer Robert Gonzales gelernt und immer weiter vertieft habe. Gleichzeitig werden wir die Schönheit und Fülle unserer Bedürfnisse im Kontext neurowissenschaftlicher Erkenntnisse über Neuroplastizität beleuchten und üben, mittels der Bedürfnisenergie unseren Schwerpunkt zu verlagern: weg von der gewohnheitsmäßigen Energie schmerzhafter und trennender Urteile, hin zu einem Leben in Kontakt mit der lebensbejahenden Kraft und Fülle unserer Bedürfnisse. Auf nachhaltige Weise für unser Gehirn - damit positive Veränderung dauerhaft bleibt. Neben theoretischem Input gibt es eine Demo und Übung am eigenen Beispiel.
Wir freuen uns auf dich.
20. Februar 2027
VHS Treptow-Köpenick
Einlass 9:00 Uhr
Beginn 9:30 Uhr
Ende 17:00 Uhr
